The Windy City

Chicago, mein schönster Großstadtstopp. Eine echt wunderschöne Stadt und wenn man dann auch noch so viele tolle Menschen dort trifft, dann passt wieder einmal alles zusammen. Ich bin bei Paul untergekommen. Paul wohnt nahe der Innenstadt und liebt es Couchsurfer aufzunehmen. Ich war eine Woche dort und die meiste Zeit waren wir vier oder fünf Leute die bei ihm „gewohnt“ haben. Dementsprechend gabs auch viel zu erzählen und zu hören. Die ersten Tage bin ich mit Martin unterwegs gewesen, ihn habe ich dann später auf meinem Weg nach Minneapolis wieder aufgegabelt und wir haben dort noch ein paar Tage zusammen verbracht. Die zweite Hälfte meiner Zeit in Chicago war ich mit Daisy unterwegs, einer Taiwanesin die ihr eigenes Hostel aufmachen möchte und mich schonmal im vorraus eingeladen hat, ich bin gespannt. Einen Abend sind wir dem Aufruf der Couchsurfer Gemeinschaft gefolgt uns ihnen in der Cobra Lounge anzuschließen, hat riesen Spaß gemacht. Einen anderen Abend hat uns Paul mitgenommen, auf ein Treffen von lauter reiselustigen Leuten und dort haben wir uns einen Vortrag über Japan angehört, war echt voll interessant. Auch sonst ist es mir in Chicago nicht langweilig geworden. Stets auf der Suche nach neuen Fotomotiven, Sehenswürdigkeiten und der ein oder anderen regionalen Spezialität verging die Zeit mal wieder wie im Flug.

Der erste Blick auf die Stadt, wie immer vom Highway aus, diesmal aber noch bevor es dunkel wurde.

Bei Paul angekommen gabs erstmal ein Begrüßungsständchen auf dem Klavier. Teilweise sogar auf Deutsch, denn Paul hat nicht nur sämtliche europäische Staaten bereist, er spricht auch , so kam es mir jedenfalls vor, so gut wie jede Sprache zumindest ein bisschen. Rechts im Bild Martin.

Am nächsten morgen gings wie immer erstmal Donwtown mit der U-Bahn. Erste Station Cloud Gate, oder auch The Bean genannt. Eine 2006 fertig gestellte Skulptur im Millenium Park.

Aus 168 Stahlplatten zusammengeschweißt, ohne sichtbare Nähte und auf Hochglanz poliert immer wieder ein beliebtes Fotomotiv.

Direkt daneben der Jay-Pritzker-Pavillon.

Dann sind wir erstmal zum Navy Pier gelaufen, als große Touristenattraktion angepriesen erwies er sich doch eher als recht langweilig. Diese Skulptur jedoch war schon ganz lustig.

Als Belohnung für den langen Fußmarsch gabs dann wenigstens noch einen schönen Blicke zurück auf die Stadt.

Auf der Suche nach was Essbarem gings wieder zurück in die Innenstadt.

Und da sind wir dann gelandet, wohl ein sehr bekanntes Restaurant in Chicago. Unter einer Brücke und recht versteckt, aber echt super lecker.

Weiter im Programm, der Chicago River. Schon oftmals Schauplatz in dem ein oder anderen Film gewesen.

Zurück im Millenium Park haben wir uns erstmal eine halbe Stunde lang Sonnenschein und geilen Ausblick gegönnt.

Der letzten Abstecher des Tages endete am Planetarium und Aquarium, auf einer Halbinsel im Lake Michigan gelegen. War leider schon ein wenig spät und auch viel zu teuer. Zurück in die Stadt sind wir dann mit dem Bus, die Füße haben doch schon ein wenig gestreikt.

Tags drauf sind wir mal wieder der Kunst verfallen. Ebenfalls im Millenium Park befindet sich das Art Institute of Chicago…

…in dem so einige skurrile Sachen ausgestellt waren.

Am Abend feierte Lee, einer von Pauls Couchsurfern, seinen Einzug in seine neue Wohnung in Downtown Chicago und hat uns dazu eingeladen. Auf der Suche nach etwas Trinkbarem sind wir darauf gestoßen…Walmart halt.

Lee, Daisy und ich in seinem noch leeren Appartement…

…im 42. Stock.

Mit Blick auf den Sears oder Willis-Tower, dem höchsten Wolkenkratzer Nordamerikas….nette Wohnung 🙂

Tags drauf hab ich mich mit Daisy auf Tour begeben, erster Anlaufpunkt der Hancock Tower.

Vom 94. Stock aus gabs dann mal wieder einen feinen Rundumblick.

Die Wasserversorgung Chicagos auf einen Blick. Die zwei Punkte auf dem Wasser links und rechts auf dem Bild sind große Pumpstationen und das Gebäude auf dem Pier rechts im Bild ist eine riesige Filter-und Aufbereitungsanlage. Das gesamte Trinkwasser für die Stadt kommt also aus dem Lake Michigan.

Vom Hancock Tower aus gings dann weiter Richtung Norden zum Chicagoer Zoo (in einem Park gelegen, der grüne Flecken da in der Mitte)

Und der Zoo war gar nicht mal so schlecht und auch noch kostenlos. Nach einer kleinen Seelöwen-Show…

…einem gähnenden Tiger…

…sowie einer frechen Giraffe gings dann doch etwas durchgefroren wieder zurück. Nach dem Tag wussten wir warum Chicago auch die „Windy City“ genannt wird. Nicht nur wegen der, wie man uns sagte, oftmals recht windigen Politik, sondern tatsächlich auch wegen den oft tagelang anhaltenden eklig kalten Winden die durch die Häuserschluchten Pfeifen.

Meine Zeit in Chicago war dann auch schon fasst wieder zu Ende. Aber diese Stadt zu besuchen ohne wenigstens einmal eine original deep-dish Chicago Pizza zu probieren wäre ein absoluter Faupax. Sieht nach nicht viel aus, aber macht satt ohne Ende und war suuuper lecker…jammjamm

Von Chicago immer noch ein bisschen berauscht bin ich nach einer knappen Woche weiter Richtung Minneapolis gefahren. Auf dem Weg dahin hab ich noch Martin in Milwaukee aufegegabelt und zusammen gings dann in die Twin Cities St. Paul und Minneapolis.

3 Gedanken zu „The Windy City

  1. Hallo Arne, Dir werden wenn Du mal zuhause bist, unsere Gebäude
    wie im Ruhlaer Miniaturpark oder Zwergenwohungen vorkommen. Das wird eine
    schöne Umstellung werden . Wir freuen uns auf den nächsten Bericht und was
    Du auf der Farm erleben wirst.Viele Grüße aus Arnstadt

  2. das schönste bild ist das, wo ICH sitze und rauche und du hockst daneben! ansonsten beneide ich dich schon ein bisschen-aber noch mehr freue ich mich, dass du so viele freunde findest und es dir gut geht! wir haben heute den erdmittelpunkt angebohrt für die erdwärme in meiner neuen hütte-auch spannend! sei umarmt von deinem grossen V.

  3. Lieber Arne!
    Gestern hatte ich Dir einen Kommentar geschrieben. Auch auf die
    Rubrik „Kommentar abschicken“ hatte ich gedrückt. Da aber Heute
    die eingestellten Werte nicht so sind als Gestern, bin ich mir nicht
    mehr sicher, ob Du diese auch ereicht hast. Ich hatte Dir geschrieben,
    daß wir auf Schloß Bibra bei Meiningen waren. Schreiben aber kann
    ich Dir nur von Arnstadt aus. Dein Aufenthalt in den USA und in Kanada
    interessiert mich sehr und ich lese Deine Berichte und schaue mir
    Deine Bilder gerne an. Denn soviel Zeit wirst Du wohl während Deines
    Berufslebens wohl kaum in Anspruch nehmen können. Ich grüße Dich
    und Jana herzlich von mir und von Helga.

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